12.3.2026

Von der Wiege bis zur Notfallstation – Danke Beat Frank!

Nach fast elf Jahren engagierter und prägender Tätigkeit auf der Notfallstation verlässt unser ärztlicher Co-Leiter und Personalarzt, Dr. med. Beat Frank, unser Spital. Er stellt sich per Mai 2026 der neuen Herausforderung als Chefarzt Innere Medizin des Kantonsspitals Uri.

In den vergangenen elf Jahren hat er die Entwicklung unserer Notfallstation fachlich wie menschlich wesentlich mitgestaltet – von strukturellen Verbesserungen über die interdisziplinäre Zusammenarbeit bis hin zur stetigen Qualitätsentwicklung in der Patientenversorgung.

Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um ihm herzlich für seinen langjährigen Einsatz zu danken und ihn mit einem kurzen Interview persönlich zu verabschieden.


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Deine Reise im Spital Männedorf begann bereits sehr früh und nicht im beruflichen Sinne – wie ist dein Bezug zum Spital Männedorf?

Ich bin ein «Seebueb», im Spital Männedorf geboren und am rechten Zürichseeufer aufgewachsen. Damit war ich immer irgendwie mit dem Spital Männedorf verbunden und es lag nahe, auch hier meine ersten medizinischen Schritte zu tun.

Du hast damals dein Häfeli-Praktikum, deine Unterassistenz-, sowie Assistenzarztjahre hier im Spital Männedorf verbracht. Was hat dich dazu bewogen, 2015 als Co-Leiter Notfallstation zurückzukehren?

Die Rückkehr nach mehreren Jahren Oberarzttätigkeit im Triemlispital geht auf einen Telefonanruf von Anouk Chuffart – sie war zuvor meine Oberärztin – zurück: «Die Co-Leitungsstelle auf dem Notfall wird frei, muesch cho!». Diesem Ruf bin ich dann gefolgt und habe es nicht bereut.

Wenn du an die insgesamt elf Jahre bei uns auf der Notfallstation denkst: Welche Momente oder Erfahrungen waren für dich besonders prägend?

Die neue Notfallstation wurde ziemlich genau zum Zeitpunkt meiner Rückkehr eröffnet. In dieser neuen, modernen Infrastruktur zu arbeiten war toll, insbesondere, wenn man die Notfallstation vorher gekannt hat.

Prägend war auch die COVID-Zeit. Es herrschte grosse Unsicherheit, was uns erwarten würde. Gleichzeitig war auch viel Flexibilität gefragt, damit wir uns den sich ständig verändernden Situationen und Herausforderungen (Testcenter, Impfungen, Container) anpassen konnten. Als Mitglied der Taskforce habe ich in dieser Zeit auch sehr viel über die komplexe Funktionsweise eines Spitals gelernt.

Auf welche Entwicklungen oder Veränderungen in der Notfallstation bist du besonders stolz?

Ich glaube, wir haben die Notfallstation insgesamt kontinuierlich weiterentwickelt. Es ist uns ziemlich gut gelungen, uns den ständig wachsenden Patientenzahlen anzupassen, obwohl wir mit den gegebenen Raumverhältnissen immer wieder an die Grenzen stossen. Besonders hervorheben möchte ich die Zertifizierung als Weiterbildungsstätte in Notfallmedizin durch unsere Fachgesellschaft SGNOR. Wir wurden bei dem Audit sehr positiv beurteilt, was eine schöne Anerkennung für unsere Arbeit ist.

Was hat dir an der Zusammenarbeit mit den zuweisenden Ärztinnen und Ärzten besonders gefallen?

Leider wurden die Gelegenheiten, sich persönlich zu treffen über die Jahre immer weniger. Trotzdem kennt man sich nach wie vor, und es entstand ein Vertrauensverhältnis über die Jahre. Mir hat der persönliche und telefonische Kontakt immer viel Freude gemacht, weil man so viele Probleme unkompliziert lösen konnte. Besonders geschätzt habe ich den stets freundschaftlichen Umgangston.

Gibt es etwas, was du unseren Zuweiserinnen und Zuweisern gerne mitgeben möchtest?

Natürlich wünsche ich mir, dass sie «meinem» SMA weiterhin die Treue halten. Es ist ein kleines aber feines Spital, in dem eine vernünftige und qualitativ hochstehende Medizin für die Region angeboten wird.

Zum Abschluss: Was nimmst du persönlich aus dieser Zeit für deinen weiteren Weg mit?

Unser Notfallteam war über die ganzen Jahre sehr stabil. Ich glaube, dass dies entscheidend zu einer guten Performance beiträgt und man den Mitarbeitenden dementsprechend Sorge tragen muss. Ausserdem habe ich gelernt, dass es möglich ist, eine solche Abteilung auch im Job-Sharing zu leiten -vorausgesetzt, man hat eine Job-Sharing-Partnerin wie ich sie hatte. Anouk Chuffart und ich haben uns optimal ergänzt und ich werde diese Zusammenarbeit sehr vermissen.

Lieber Beat, wir danken dir herzlich für dein grosses Engagement, deine Fachkompetenz und deine stets kollegiale Zusammenarbeit. Für deine Zukunft wünschen wir dir beruflich wie auch privat alles Gute und weiterhin viel Erfolg!